Quelle: Oberpfalznetz vom 3.04.2015

Schule vorerst wohl gesichert

Fichtenhof. (wku) 46 Mädchen und Buben werden augenblicklich im Königsteiner Kindergarten betreut. Ab September werden es noch 39 sein. Da freut sich Bürgermeister Hans Koch, wenn kleine Amerikaner die Belegung verbessern.

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Wenn das Regens-Wagner-Heim fertiggestellt ist, werden die Anlagen rund um das Kneippbecken vollkommen neu gestaltet. Bild: wku

Der Kindergarten ist der größte Ausgabeposten im Haushalt der Marktgemeinde. Jährlich wendet sie dafür 160 000 Euro auf, berichtete Koch in der Bürgerversammlung in Fichtenhof. 

Der Spielplatz des Kindergartens musste umgestaltet werden. Dafür stellten die Besitzer zweier anliegender Grundstücke Flächen bereit. Draußen dürfen die Kinder im Moment allerdings nicht spielen, da dort ein Bagger arbeitet und ein Sicherheitsrisiko für sie darstellt. 

Fünf Kinder aus Familien amerikanischer Soldaten besuchen derzeit den Königsteiner Kindergarten. Koch zeigte sich froh darüber, weil sie zum Erhalt der Gruppen beitragen. Insgesamt werden momentan 46 Mädchen und Buben betreut, davon zehn in der Krippe. Im Kindergartenjahr 2015/16 sind es noch 39. Bei der Mittelschule Neukirchen-Königstein erscheine der Fortbestand zumindest für die nächsten drei bis fünf Jahre gesichert. 

Hannesreuther Bürger wünschten sich eine Dorferneuerung. Damit werde es sieben bis acht Jahre dauern, weil das Gebiet zu klein sei: "Nur über eine Flurneuordnung, also im größeren Rahmen, ist da was zu erreichen", erläuterte Koch. Er kündigte eine Dorfversammlung an und sicherte Gespräche über freiwillige Zusammenlegungen zu. 

Der Notverbund in der Wasserversorgung mit der Sigl-Sigras-Gruppe scheint unproblematisch vonstatten zu gehen. Bei der Notversorgung, wenn ein Brunnen oder eine Pumpe ausfällt, dürfte es sich höchstens um zwei bis drei Tage handeln. 

Aktuell hat die Marktgemeinde noch zwei Bauplätze in Pruihausen, zwei in Königstein und vier in Kürmreuth anzubieten. Im Gespräch ist ein neues, kleines Baugebiet mit 10 bis 15 Parzellen. Noch in diesem Jahr werde mit den Planungen begonnen. 

Kürzlich startete die Baumaßnahme der Regens-Wagner-Stiftung. Mitte 2016 solle ihre Einrichtung in Königstein in Betrieb gehen. Der Anschluss an die Nahwärmeversorgung sei für November 2015 geplant. Für das benachbarte Kneippbecken ist die Freiflächengestaltung heuer vorgesehen. Da allerdings noch viele Baumaschinen im Einsatz sind, wartet die Gemeinde mit der Begrünung der Kneippanlage ab, bis die Garten- und Grünflächen der Regens-Wagner-Stiftung fertig sind. 

"Die Parküberwachung ist keine Schikane der Gemeinde", stellte der Bürgermeister fest. Sie sei notwendig, weil Dauerparker die Plätze im Ortskern besetzen. Kurzparker bräuchten nur eine Parkscheibe einzulegen. Die Überwachung der Bushaltestellen diene dem Wohl der Schulkinder. Mit den Strafzetteln mache die Gemeinde auch kein Zusatzgeschäft. Im Gegenteil: Die Ausgaben von 15 000 Euro übersteigen die Einnahmen von 10000 Euro. 


 Quelle: NN- Nordbayerische Nachrichten vom 31.3.2015

Bürger wünschen sich Dorferneuerung

Hannesreuth bei Königstein soll schöner werden: Das war Tenor der Bürgerversammlung -31.03.2015 18:57 Uhr

FICHTENHOF/KÖNIGSTEIN - Zwei Bürgerversammlungen hatte Bürgermeister Hans Koch festgelegt: Eine in Fichtenhof am Montag für die ehemaligen Gemeinden Namsreuth und Kürmreuth und die zweite am Dienstag für Gaißach und Königstein. Mit dem Besuch war das Gemeindeoberhaupt mehr als zufrieden. Insgesamt 50 Leute waren am Montag gekommen – darunter auch nahezu der gesamte Marktgemeinderat.

Den Scheck über 2000 Euro übergab Ernst Raab von Bürgerwind Königstein, 500 Euro kamen von Karin Müller (Sparkasse) an Hans Koch.

Den Scheck über 2000 Euro übergab Ernst Raab von Bürgerwind Königstein, 500 Euro kamen von Karin Müller (Sparkasse) an Hans Koch.© Foto: Claus Volz

Die Bürgerversammlung begann mit etwas Erfreulichem, denn Ernst Raab überreichte für die Bürgerwind Königstein einen Scheck über 2000 Euro, der vor allem für die geplanten Bolzplätze in Hannesreuth und Pruihausen Verwendung finden sollte.

Auch für den zweiten Scheck über 500 Euro von der Sparkasse wird Hans Koch eine Verwendung finden: Da sind Gemeindebücherei und Kindergarten angesagt.

„Die Grundversorgung ist noch gut, hier wird aber für die Zukunft unsere gesamte Aufmerksamkeit gefordert, um diesen Stand zu erhalten“, stellte der Bürgermeister zu Beginn seiner rund einstündigen Bilanz fest, die mit vielen Folien, die via Projektor an die Wand geworfen wurden, für die vielen Besucher nachlesbar war.

 

Wichtig war dem Bürgermeister, die ehrenamtliche Mitarbeit in den Vereinen herauszustellen, denn die sei noch sehr vielfältig: Immerhin bedeute sie Mithilfe und Gelegenheit zur Mitgestaltung der Gemeinde. Dafür gab’s ein dickes „Danke“. Inbegriffen waren darin auch Verwaltung, Bauhof oder die gesamten Organe der Gemeindeverwaltung.

 

Ein umfangreicher Blick auf die Statistik folgte: Angefangen von den derzeit 1723 Einwohnern (nicht enthalten die Bewohner der 172 Zweitwohnsitze), 35 weniger als im Vorjahr, zeigte auf, dass die Bewohner immer älter werden, doch sei die Zahl der Arbeitsplätze am Ort auf über 700 gestiegen. Dazu kommen über 400 Pendler.

Koch freut sich über Haushalt

Die Gemeindefinanzen wurden aufgezeigt mit den wichtigsten Einnahmen, wie etwa Schlüsselzuweisungen vom Staat (556 724 Euro im Vorjahr), die Einkommensteuerbeteiligung mit 753 637 Euro oder die Gewerbesteuer, die gut 120 000 Euro ausmachte, doch auf eine Bilanz war der Bürgermeister ganz besonders stolz: „Im Gegensatz zu vielen oberfränkischen Gemeinden konnten wir immer einen vom Landratsamt genehmigten Haushalt verabschieden.“

 

Die Schulden habe man leicht abgebaut, doch in den 3,5 Millionen seien auch die Schulden fürs Abwasser enthalten und die würden durch entsprechende Gebühren abgetragen. Derzeit betrügen die Schulden pro Einwohner 2026 Euro, über 100 Euro weniger als im Jahr 2012. Die Steuerkraft sei auf 487 Euro gestiegen. Dies bedeute aber auch, dass staatliche Zuschüsse in zwei Jahren geringer werden und möglicherweise auch mehr Kreisumlage bezahlt werden müsse.

Der Kindergarten ist mit 48 Kindern belegt. Dazu kommt die Kinderkrippe mit zehn Kindern; diesen Service lässt sich die Marktgemeinde 160 000 Euro kosten, trotz Kindergartengebühren und staatlichem Zuschuss.

Den Spielplatz habe man umbauen müssen, sei derzeit auch unter der Mithilfe von Eltern dabei, doch man sei gekündigt worden, habe aber Ersatz gefunden, doch die Eltern müssten einfach verstehen, dass bei den Umbauarbeiten mit Bagger und anderem Gerät die Kinder im Haus bleiben oder ihre Ausflüge bis zur Fertigstellung in andere Richtungen gehen müssen.

Froh ist Hans Koch, dass Kinder aus der US-Army den Königsteiner Kindergarten schätzen, denn sie tragen auch dazu bei, dass die zwei Gruppen samt Kinderkrippe erhalten bleiben können. Im Schulbereich sicherte der Bürgermeister zu, dass der Schulverband mit Neukirchen für vier bis fünf Jahre gesichert ist, ebenso der Schulverbund mit Auerbach und Sulzbach.

 

Der Notverbund mit der Sigras-Gruppe, der Breitbandausbau mit Gesamtkosten von über einer Million (80 Prozent staatlicher Zuschuss), das Thema Baugebiet im Ortskern, die Ortssanierung Kürmreuth oder das für über 30 000 Euro gekaufte Anwesen in der Sulzbacher Straße waren weitere Themen, doch wenn nach der Sanierung Schützen oder Bergwacht Amberg einziehen, werde es notarielle Pachtverträge geben, doch bedeute dies auch eine Unterstützung der Vereinsarbeit.

 

Regens Wagner mit der Eröffnung des Heims im Jahr 2016, die Insolvenz des Golfclubs – „Die Gemeinde hatte keine Möglichkeit einzugreifen, denn über die Nutzung entscheiden die Grundbesitzer.“ — waren neben der Parküberwachung oder die Dichtigkeit der Hausanschlüsse weitere Themen, die auch diskutiert wurden, aber einzig neues Thema war der Wunsch nach einer Dorferneuerung in Hannesreuth. Hans Koch dazu sehr deutlich: „vor sieben bis acht Jahren geht da nichts, denn das Gebiet ist zu klein. Nur über eine Flurbereinigung ist da was zu erreichen.“ Er sicherte jedoch Gespräche zu, denn auch über freiwillig Zusammenlegungen könne man manches erreichen.“ 

CLAUS VOLZ


Quelle: Oberpfalznetz vom 2.4.2015

 

FICHTENHOF

Keine Möglichkeit, einzugreifen

Fichtenhof. (wku) Wenn Hans Koch aus jeder Bürgerversammlung 2500 Euro an Spenden mitnehmen könnte, dann würde er wohl jeden Monat eine ansetzen. Der Abend in Fichtenhof konfrontierte ihn aber auch mit einem unangenehmen Thema.

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Anita Müller und Ernst Raab überreichten symbolische Schecks an Bürgermeister Hans Koch (von links). Bild: wku
"Den Vorwurf, die Gemeinde habe bei der Insolvenz der Golfanlage Königstein geschlafen, muss ich energisch zurückweisen", stellte Bürgermeister Hans Koch bei der Bürgerversammlung in Fichtenhof fest. 

Nach dem Gang der Betreibergesellschaft zum Insolvenzgericht habe er einige Gespräche mit den Grundstückseigentümern geführt. Leider seien nicht alle bereit gewesen, ihre Grundstücke weiterhin zur Verfügung zu stellen. "Diese Entscheidung muss man akzeptieren", betonte Koch. Die Gemeinde habe keine Möglichkeit gehabt, einzugreifen, da es sich hier um ein privatwirtschaftliches Unternehmen handle. 

Einen umfangreichen Blick auf die Statistik unterlegte der Bürgermeister mit vielen Folien. Derzeit zählt die Marktgemeinde 1723 Einwohner; dazu kommen noch 172 Zweitwohnsitze. Das sind 35 Einwohner weniger als im Vorjahr. Außerdem ist zu erkennen, dass die Einwohner immer älter werden. 

Die Zahl der Arbeitsplätze am Ort stieg, sehr zur Freude von Koch, auf mehr als 700. Über 400 Pendler verdienen ihren Lebensunterhalt andernorts. 

556 724 Euro Schlüsselzuweisungen vom Staat flossen nach Königstein. Der Anteil der Gemeinde an der Einkommenssteuer lag bei 753 637 Euro. Der Bürgermeister äußerte sich zufrieden mit der Bilanz. Die Schulden seien leicht abgebaut worden. In der Summe von 3,5 Millionen Euro steckten auch die Kredite fürs Abwasser, die durch die entsprechende Gebühren gedeckt seien. 

Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt derzeit 2026 Euro; über 100 Euro weniger als im Jahr 2012. Außerdem sei die Steuerkraft auf 487 Euro gestiegen, erklärte der Bürgermeister. Das bedeute aber auch, dass die staatlichen Zuschüsse geringer ausfallen und die Kreisumlage steigt. 

Im Namen der Bürgerwind Königstein überreichte Beiratsmitglied Ernst Raab eine Spende von 2000 Euro. Sie solle für öffentliche Einrichtungen in der Gemeinde verwendet werden, zum Beispiel für Bolzplätze in Hannesreuth und Pruihausen. Anita Müller von der örtlichen Sparkasse überreichte einen Scheck über 500 Euro. Bürgermeister Hans Koch glaubte, dass die Gemeindebücherei und der Kindergarten das Geld gut gebrauchen könnten. 

Mit dem Besuch der Versammlung war das Gemeindeoberhaupt hochzufrieden. Über 50 Personen füllten die Wirtsstube, darunter fast der gesamte Marktrat.